© 2016 Dolores Linggi | Web stehaltiner.ch

Hier bin ich auch noch

Heute zurückhaltendes Gemurmel

einiger Menschen in den Gassen

nichtsdestotrotz drängen die Knospen

am Baum vor dem Fenster extrem

in den März gierig das Warten

der ersten kleinen Explosion die

die Welt in Chlorophyll taucht

plötzlich ist alles hell und frisch 

...

January 31, 2020

Die Zentralschweizer Literaturförderung wird alle zwei Jahre von den sechs Zentralschweizer Kantonen gemeinsam ausgeschrieben. 

Ich gehöre zu den Preisträger/innen 2019/2020:

«Dolores Linggi wird für ihre unter dem Titel *Föhnlange eingereichte Lyrik ausg...

August 25, 2019

dein Kleid liegt am Hafen und ergiesst sich ins Meer

die Häuserzeile am Wasser wie ein Wimpernkranz

du senkst die Lider mit dem Abendlicht, doch nicht die Lust,

aus deinen Poren Nektar, ein Blinzeln des Leuchtturmes, noch ist die Nacht auf der anderen Seit...

August 25, 2019

Der brennenden Sonne und dem türkisfarbenen Meer zeigt die Palme ihre samtbraunen Fransen.

Die stillen Hunde liegen, überall dem Schatten nach. Ich schaue zweimal: leben sie? Ich bleibe stehen und warte, bis ich den Atem ihre Bäuche bewegen sehe....

May 19, 2019

Am helllichten Tag rief

ich auf zu Glück, koste es was es wolle.

July 8, 2018

eine spur legen

man könnte sich darauflegen

papier falten oder in wellen

werfen, mathematische grundformeln

oder laisser-faire à moi!

ich höre die seufzer

das gewicht des regens

auf wimper und fingerknöchel

blinzeln verboten

gestern nacht der schrei

eines sternes...

October 31, 2016

Wieder ist ein Boot gesunken. Faltenfrei berichtet die Zeitung. Neben mir sitzt eine junge Frau und schminkt sich ein Gesicht, im fahrenden Zug. 

Meine Wut bleibt am Zungenrand kleben, leise ziehe ich innere Kreise. 

Später cremt sie sich die Arme ein. 

Mü...

ich habe ein loch in die erde gegraben

und worte hinein gesprochen, worte, 

die wie ein versprechen klangen und eisblau

gefärbt waren.

danach habe ich sie mit erde zugedeckt.

ich will sie nie mehr hören.

June 19, 2016

du bist an mir vorbei geschwänzelt

ein trippelndes hündchen

mit zittrigen flanken

da und dort ein wort ein kuss

glatt und kühl wie eis

surferboy auf meiner oberfläche

je länger in der hand

desto zäher die konsistenz

später knete ich die vom eis

klammen hände, no...

 

eine Landschaft, die (?) immer gleich, hinter der Fassade der monotonen Eintönigkeit, die brachiale Lust am Leben, dort, wo Fassaden Risse zeigen, Gucklöcher in eine Landschaft die aufbricht, durchbricht, einfällt in Wirklichkeiten, die zerbrechen, wen...

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March 21, 2020

August 25, 2019

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June 19, 2016

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