© 2016 Dolores Linggi | Web stehaltiner.ch

sind wir nicht mehr zu retten

 

sand wird in die kleine bucht gebracht

bagger rollen darüber

schluck für schluck hat das meer

im winter getrunken was

nicht festgebunden war

auch den sand der touristen

in seinen schlund gesogen

seufzend.  jetzt registriere ich

die Blüten, die atemlos

explodierend in den äther

strömen, ein dürft aus lauter

einzelteilen, pollig, satt süss

und dicht.

dieser verkehrt in der luft!

insekten klatschen an die wangen

und stürzen ab, käfer erobern den horizont

bieten fallen umangekündigt vom himmel

die beine schwer vom blütenstaub

kein rotlicht weit und breit.

wohin das auge schaut?

in einen atmenden teppich

fein pulsierend

wie das blut in meinen adern

eine pudrige schichte weiss überzieht 

die petrolfarbenen eukalyptusblätter

der goldene flimmer

des lichtes krönt baum und äther

zum glück wird die fahrradfaherin

vom Boden getragen

nicht plötzlich verschluckt

von den unglücklichen löchern 

der strasse!

denn wer weiss schon

was unter unseren füssen ist

wenn der frühling  explodiert

sind wir nicht mehr zu retten